Zum Hauptinhalt springen

Abendliche Selbstgespräche

Der Drops liegt abends oft noch eine ganze Weile wach, wenn ich ihn ins Bett gebracht habe. Da liegt er im Dunkeln in seinem Bett und quasselt. Bär (fast so groß wie der Drops selbst) und Teddy sind immer dabei. Dann hört man über das Babyfon sowas in der Art:

„Na? Bär? Na?“
„Hoppsela.“
„Oma, Opa, Nele…“
Schnarchgeräusche.
„Hey, Teddy.“
„Alle lafen.“
„Hors… Hors, Auto.“
„Oma Opa sind da.“
„Jolie ist weg gegangen.“

Einzelkind oder Geschwister

Für uns war immer klar, dass wir mindestens 2 Kinder haben wollen. Wir sind beide Einzelkinder und fanden und finden es doof. Besonders wenn man eigene Kinder bekommt, wird einem klar, dass da keine Tanten und Onkel sind. Sehr traurig. 😐

Nun haben wir das Glück, dass wir seit Frühling 2014 zu viert sind. Endlich! Schön! 🙂

Neben all der Freuden, Liebe, Arbeit, Sorgen, Anstrengungen… Manchmal bin ich auch ein wenig traurig. Wegen der Tochter, die nun nicht mehr die 1. Geige spielt. So gar nicht mehr. Sie macht das alles als große Schwester super gut mit. Wir sind sehr zufrieden. 🙂 Aber ich vermisse die Zeit mit ihr allein manchmal. Wir hatten Ruhe und Zeit und machten viele Dinge, die seit letztem Jahr gar nicht mehr drin sind. Sicher wird das auch anders je älter der Drops wird. Aber das ist schon auch mit Warten für alle verbunden. 😉 Ich komme mir da oft nicht als „gut genug“ vor, weil sie soviel verzichten muss. Das ist schwer zu erklären.

Beim stillzwerg habe ich ähnliche Gedanken gelesen. 😉
Der Stillzwerg : Mein Erstgeborener

1461162978107

Geplatztes Trommelfell

Ui, damit hat mich die Kinderärztin gestern erschreckt.

Der Drops hat schon eine Weile eine leicht laufende Nase, sonst aber offenkundig keine Beschwerden. Eine Nacht lang hatte er 39 Grad Temperatur und war etwas jammerig, sonst aber nichts. Und gestern nach dem Nickerchen war dann ein Ohr etwas feucht, aber nicht wirklich mit Ausfluss.

Die Kinderärztin wollte uns lieber am gleichen Tag noch begucken. Die Wartezeit war mit so spontanem Besuch leider 2 Stunden lang. Aber die Kinder machten gut mit. Die große Schwester begleitete uns zur moralischen Unterstützung. 🙂

20160512_180620

Nach kurzer Untersuchung präsentierte mir die Ärztin dann diese Diagnose. Großer Schreck. Aber gleich wurden auch beruhigende Worte geliefert: „Das kann man nicht vorhersehen. Das ist nicht schlimm. Das wächst in kurzer Zeit wieder zusammen.“

Erklärt wurde auch, dass der Drops eigentlich hätte wegen Schmerzen jammern müssen, weil vorher ein größerer Druck auf das Trommelfell gewirkt haben muss und das Platzen selbst sicher auch schmerzhaft sein kann. Aber sowas konnte ich nicht beobachten. Nun ist der Druck jedenfalls weg und somit sollte es auch der Schmerz sein. Mit Antibiotikum und Nasentropfen kurieren wir das hoffentlich komplett aus. 🙂 Der arme Drops. 😐

20160513_202807

Neuer Dorfspielplatz fertig

Endlich ist der neue Dorfspielplatz fertig. Er ist ganz schön geworden, auch wenn ich es fast sinnvoller fände, die 3 (oder mehr?) kleinen Spielplätze zusammen zu legen. Zum einen hätte man dann mehr Spielgerät für jede Altersgruppe da und zum anderen würden sich die paar Kinder, die nicht zu Hause auf dem eigenen Grundstück spielen, nicht so allein fühlen. 🙂 Und so weit auseinander liegen die Spielplätze nun auch nicht.

Echt… wenn man so durch die Gegend fährt, sieht man auch auf den kleinsten Grundstück um die Eigentumshäuser je ein Trampolin (das fast immer), dann noch eine kleine Rutsche oder ein kleines Klettergerüst mit Rutsche dran. Ab und an noch 1-2 weitere Dinge. Und? Kinder? Nirgends bis selten zu sehen. Ich finde es einfach doof. Da mochte ich das Stadtleben für die Kinder lieber. Volle Spielplätze, viel los, Quassel-Tanten und -Onkel für die Eltern… Mehr los halt. Hach…

20160506_112512

20160506_113335

Where to begin…

Wie im Lebenszeichen-Beitrag Anfang des Monats geschrieben, möchte ich ein wenig mehr erzählen. Aufschreiben, Erinnern, Teilen, Festhalten…
Diesen Beitrag schrieb ich Ende November 2015. Da war es knapp 150 Tage her. Heute sind es 300 Tage. Und es tut so weh wie am Anfang. Doch lest selbst.

Geschrieben am 26. November 2015:
„Wenn man so lange weg war, wie es in meinem Blog hier der Fall war, weiß man nicht recht, wie man weiter machen soll. Natürlich habe ich in der Zeit wieder einmal überlegt, ob ich überhaupt weiter hier schreiben möchte, kann und sollte. Was könnte der Inhalt sein? Was will ich sagen? An wen will ich mich richten? An mich? An die Welt? An Freunde und Verwandte? Was kann man schreiben? Was sollte man aus x Gründen für sich behalten?

Ich weiß es nicht.

Manchmal fühle ich mich, als wüsste ich gar nichts mehr.

Meine Oma ist im Sommer gestorben. Wir inkl. ihr selbst haben schon länger damit gerechnet, aber es war dennoch ein Schock. Plötzlich war es real. Sie war weg. Sie ist weg und wird es bleiben! Ich kann es nicht verstehen. Auch wenn ich seit Jahren den räumlichen Abstand habe (wir wohnten immerhin knapp 400 km auseinander) und nicht täglich oder alle paar Tage den leeren Platz auf dem Sessel sehe oder ähnliches ertragen muss, ist es ständig in meinem Kopf.

Ich habe erst in den letzten Jahren begriffen, wieviel sie mir bedeutet und welchen Einfluss sie auf mich und mein Leben hatte. Wie bei allen Menschen mag manches gut und anderes schlecht gewesen sein. Aber ohne sie wäre ich nicht die, die ich heute bin.

Wir hatten – nach meiner Pubertät 😉 – schöne Zeiten und Gespräche. Mit kaum jemanden konnte ich so über die Welt reden und eine so offene, ruhige und meine Person akzeptierende Antwort erhalten. Sie hatte ihre Standpunkte und vertrat sie auch. Sie unterstützte mich, wo sie konnte. Sie war eine Sicherheit, die jetzt fehlt. Natürlich wird man erwachsen, ist allein stark oder mit dem Partner. Aber bei Oma war ich immer noch die beschützte Enkelin, egal wie alt ich war.

Jetzt ist sie weg und die Welt kommt mir vor wie eine andere. Eine schlechtere…“

Geschwisterkummer und -kümmern

Die Tochtermaus (8) kann den Drops (2) schon prima beruhigen, beschäftigen, anleiten usw. Es ist ganz herrlich zu beobachten, besonders wenn beide denken, sie seien allein. 🙂

Bei einem größeren Aua schaffte sie es neulich ganz allein, ihn zu beruhigen. Erstmal muss man es schaffen, dass er aufhört zu weinen und zuhört. Das kriegt sie sehr gut hin. Dann unterhielt sie sich mit ihm, was passiert sei, wo das Aua sei und ob sie ihn trösten solle. Die pustete und streichelte und sang auch noch. Ein Lied von Jonalu. Eine meiner Meinung nach schöne Kindersendung, auch schon für die Kleinen. 2 Mäuse und 1 Marienkäfer entdecken die Welt. Es wird viel gesungen und gereimt. Die Tochtermaus mag es sehr. Und da gibt es ein Tröste-Lied, dies sang sie für den Drops.

Und ich sitze im anderen Zimmer und muss mir Tränchen von der Wange wischen.

Verliebte Zahlen

Nanu, diesen Beitrag habe ich im Juni 2015 geschrieben, aber nie abgeschickt. Seltsam. Vielleicht wollte ich noch etwas hinzufügen und habe es dann doch vergessen. 😉
Dann sende ich es heute ab. Besser spät als nie.

Eine schöne Idee zum Lernen. Wenn das Tochterherz dieses Lied singt, klatscht der BabyDrops begeistert dazu. So süß, die Mäuse. 🙂

20150624_163544[1]