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Knöttermops

Es ist schon niedlich, wenn der kleine Mann allein im Stubenwagen nicht zur Ruhe kommt und sofort einschläft, wenn er bei mir auf dem Arm ist. 🙂 Will und soll ja nicht alleine sein.

Aber praktisch wäre es schon ab und an, damit man auch mal was anderes machen kann. Hier liegen Fotos, die verschickt werden wollen. Der Haushalt sieht aus wie Sau. Na, und Hunger habe ich auch so langsam. Von meiner Müdigkeit fange ich gar nicht erst an. 😛

Ich riskiere mal eine Pfanne auf dem Herd. Und die Wäsche häng ich auf dem Wäscheständer in der Küche auf, damit ich beides gleichzeitig machen kann. Danach kann ich den ja nach draußen tragen.

Schwesterngesang

Die Tochtermaus dichtet ja immer selbst Liedtexte während sie singt. Die sind schon immer unterhaltsam und amüsant. Aber mit dem kleinen Bruder noch viiiiiel herziger.

Ich kann das gar nicht alles wiedergeben, weil es so viel ist und schnell gesungen wird.

Aber eben:

Kleiner A…, kleiner A…,
schlafe ruhig ein,
ich wache über dich,
deine große Schwester,
kleiner A…, kleiner A….

Hach. 🙂

2. Woche zu viert

Die erste Woche zu Hause. 🙂

2 Wochen Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung: Stillen/Nuckeln bei Mutti.
Das mag ich sehr: Auch zu Hause mit im großen Bett zu schlafen.
Das habe ich neu gelernt: Dass zu Hause mindestens 2, aber oft auch 3 Leute springen, wenn man ruft.
Das mag ich gar nicht: Ausziehen, das ist nach wie vor ein Geschrei in vollster Lautstärke ohne Unterhaltungsmöglichkeit.

2 Wochen Leben zu viert:

Neue Erkenntnisse: Damit die Babyklamotten beim Wickeln nicht nass werden, muss man ein Feuchttuch als Pinkelbremse „drüber“ legen.
Schreckmoment: Nix?
Dafür fehlt die Zeit: Für den Haushalt, es gibt immer Besseres zu tun. 😉
Das war blöd: Dass der kleine Mann abends einfach unzufrieden ist und man kaum helfen kann. *seufz*
Nächte/Schlaf: Der Wecker macht mich nicht immer wach und der Sohnemann schläft länger zwischen den Mahlzeiten als beim Stillrhythmus tagsüber.
Sorgen: Nix.
Geshoppt: Teefläschchen.
Der glücklichste Moment: Der Erhalt der Entlassungsnachricht aus dem Krankenhaus Anfang der 2. Lebenswoche. Endlich nach Hause.
Darauf freuen wir uns: Zu viert alleine sein, inkl. einem langen Osterwochenende.
Das macht Mama glücklich: Wenn Papa und Sohn ganz ruhig und zufrieden miteinander kuscheln.
Das macht Papa glücklich: Dass wir endlich alle zu Hause sind und er mich wieder bekochen kann. Abgemagert erscheine ich ihm und blaß.
Das macht die Tochtermaus glücklich: Wenn der kleine Bruder sie ansieht oder nach ihrem Finger greift.

1. Woche zu viert

Sohnemanns erste Woche verbrachten er und ich komplett im Krankenhaus und die Tochtermaus und das PapaHerz zu Hause. Anstrengende Zeit. 🙁

1 Woche Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung: Stillen/Nuckeln bei Mutti.
Das mag ich sehr: Bekuschelt werden.
Das habe ich neu gelernt: Wenn der Strampler ausgezogen wird, piekst es gleich. 🙁
Das mag ich gar nicht: Das Blut abnehmen für den dummen Bilirubinwert.

1 Woche Leben zu viert:

Neue Erkenntnisse: Es ist viel schöner zu viert zu sein als man sich jemals vorstellen kann. Und das schon während der Zeit im Krankenhaus. Wie wird das erst, wenn wir es „richtig zu Hause leben“.
Schreckmoment: Ich denke, nix.
Dafür fehlt die Zeit: Zum Schlafen. Im Krankenhaus kommt mindestens halbstündlich irgendjemand ins Zimmer. Auch nachts.
Das war blöd: Dass wir so lange im Krankenhaus auf einen guten Bili-Wert warten mussten und nicht nach Hause zu den anderen beiden konnten.
Nächte/Schlaf: Alle 3-4 Stunden wurden wir wach und übten Milch machen.
Sorgen: Keine.
Geshoppt: Im Krankenhaus konnte man nur Kaffee und Kuchen shoppen.
Der glücklichste Moment: In der Woche war das der Moment, als der kleine Kerl das Licht der Welt erblickte.
Darauf freuen wir uns: Auf die Erlaubnis, nach Hause zu fahren.
Das macht Mama glücklich: Wenn der kleine Mann zufrieden schläft und scheinbar satt geworden ist.
Das macht Papa glücklich: Wenn er den kleinen Mann ganz in Ruhe auf dem Arm haben kann.
Das macht die Tochtermaus glücklich: Wenn der kleine Bruder sie ansieht.

Die Geburt

Ich wurde eingeleitet, weil die Ärzte den Hutz bei den Ultraschalluntersuchungen auf 4000 g schätzten. Sie wollten nicht, dass er noch mehr zunimmt, weil damit die Chancen auf eine natürliche Geburt schrumpfen. Somit wurde ich am 03.04. eingeleitet. Den ganzen Gedankenkram, der da in mir herum wirbelte, erspare ich euch an dieser Stelle. Teilweise habe ich dazu ja gesonderte Beiträge verfasst.

Diesen Text habe ich gestern so runtergeschrieben und nur in kleinen Teilen noch einmal überarbeitet. Ich denke, so kann man das stehen lassen und mehr Details braucht es nicht. 🙂

Ich bekam regelmäßig ein Mittel, welches Wehen hervorrief. Somit lief ich 2 ganze Tage mit leichteren Wehen herum, leider auch mit starken Schmerzen in den Beinen, was meist eine Nebenwirkung vom Einleiten ist. Teilweise konnte ich kaum laufen oder musste mich irgendwo schnell mal zum Ausruhen hinsetzen. Es war als würde man jeden Moment einen Krampf bekommen, nur viel doller als normal.

Am 2. Tag platzte abends um 22 Uhr die Fruchtblase. Eigentlich sollte zu dem Zeitpunkt das letzte CTG für den Tag geschrieben werden. Danach sollte/wollte ich wie in der vorherigen Nacht ins Bett gehen, bis am nächsten Morgen weiter gemacht wird. Ich war total erschrocken, weil mir da erst bewusst wurde, dass es nun wirklich los geht. Dass ich das nun wirklich auf dem normalen Wege versuchen werde. Das war schon seltsam. Ich hatte und habe großen Respekt vor natürlichen Geburten, war die Tochtermaus doch mit einem Kaiserschnitt geholt worden.

Für das Tochterherz hatten wir eine suuuuuper Babysitterin. Die ist ja so toll. Und somit alles Geld wert. Echt klasse. Da konnten wir ganz beruhigt sein. 🙂

Ich quälte mich dann mit den richtigen Wehen bis morgens um 5 Uhr, dann entschied ich mich für eine PDA. Mit den zwei vorangegangenen schmerzvollen Tagen war ich einfach da schon fix und alle. Mit der PDA war es viel leichter, aber trotzdem kein Spaziergang.

Um 13:05 Uhr war es geschafft. Ich dachte bis dahin schon mehrmals während der Presswehen, dass ich das nicht schaffe, nicht aushalte, dass der Kopf nicht durchpasst… usw. Wahnsinn. 😯

Ohne den EheKerl hätte ich das auch nicht geschafft. Die Hebamme und Ärztin waren toll. Aber ohne das PapaHerz hätte ich aufgegeben. Er hat an mich geglaubt und mir dadurch sehr geholfen. Irgendwann hing ich nur noch halb um seinem Hals und drückte ihn vor Anstrengung und Schmerz, während er mich drückte und anfeuerte und sagte, dass ich das sehr wohl schaffe und kann. Ich dachte nur immer, er bekommt mehr mit von dem was vor sich geht und Hebamme und Ärztin da machen. Das wird schon stimmen und gab mir weiter Mühe.

Zwischendrin fragte ich die Hebamme und Ärztin mehr im Scherz als im Ernst, ob sie nicht schon die Ohren sehen und ihn daran rausziehen können. Es war wirklich… unvorstellbar für mich.
Das Alles.

Irgendwann legte man mir plötzlich den kleinen Mann auf die Brust und es war vorbei. Ich war erleichtert, stolz, froh, entspannt… ab da war mir alles egal und ich hielt nur den kleinen Kerl fest. Es war ein wunderbares Gefühl. Wir hatten es geschafft. Zusammen. Wir waren nun vier. Hach… 🙂

Durchschlafen, schön… aber…

Achtung: Thema Stillen! Wen es nicht interessiert… 😉

Im Krankenhaus habe ich immer einen Wecker gestellt, damit ich ihn alle 3-4 Stunden stille, um überhaupt die ganze Sache mit der Milch anzuregen. Daran müssen Mutter und Kind am Anfang ja arbeiten. Meist kam der kleine Mann aber allein auf die Idee, wieder Hunger zu haben. 🙂

Zu Hause war der Ablauf natürlich ganz anders. Wir sind zu dritt um den kleinen Kerl herumgehüpft, haben gekuschelt, gekümmert und gemacht. Abends ging ich dann nicht mehr sehr früh mit ihm ins Bett, stillte und er schlief ein. Abends saß ich gemütlich mit dem EhePapa zusammen. Und der kleine Mann war oft recht unleidig bis Mitternacht, wo wir dann doch zusammen ins Bett ging und er neben mir einschlafen konnte.

Die Abstände zwischen den nächtlichen Mahlzeiten wurden immer länger, auch weil ich vom Wecker einfach nicht wach wurde. Da gab es dann Pausen von über 5 Stunden zwischen dem Stillen, nach denen ich aufwachte und ihn zum Trinken weckte.

Diese Nacht war es zum Beispiel so:
23 Uhr Stillen
4 Uhr Wecker, nicht wach genug geworden.
5 Uhr aufgewacht und das Kerlchen geweckt und angelegt, aber gleich wieder eingeschlafen, alle beide.
8 Uhr aufgewacht und das Kerlchen geweckt und angelegt, nur die halbe Mahlzeit, dann war er wieder so weg, dass ich ihn in Ruhe ließ.
10:30 Uhr aufgewacht und ihn so wach bekommen, dass er eine volle Mahlzeit hatte.

Wenn ich ihn also ließe wie er wollte, wer weiß, wann er kommen würde. 😉

Die Tochtermaus hat auch recht früh das Durchschlafen begonnen. Da habe ich nachts abgepumpt. Sie schlief von ca. 23 Uhr / 1 Uhr bis ca. 7 Uhr.

Das Doofe ist nur, dass die Mahlzeiten abends größer und häufiger gewünscht werden und ich dann nicht nach seinen Bedürfnissen liefern kann. 😉 Und nachts da… könnt ich platzen. 😛

12 von 12

Auf zum vierten Mal. 🙂 Die Aktion ist von Caro von Draußen nur Kännchen!. Andere 12 von 12 aus dem Monat April 2014 findet ihr hier.

Ich habe dieses Mal aber nur 11 Bilder. 😳

  1. Und ab mit dem Schild. Heute ist der Tag, an dem wir endlich nach Hause dürfen. Der kleine Mann ist schon 1 Woche alt.
  2. 01

  3. Die Tochtermaus ist ganz aufgeregt und hat sich extra hübsch gemacht.
  4. 02

  5. Schnell noch einen Saufen vor der Autofahrt.
  6. 03

  7. Ankunft zu Hause, kurz vorm „über die Schwelle tragen“.
  8. 04

  9. Das erste Mal satt im neuen Heim.
  10. 05

  11. Ausruhen im Stubenwagen, der gleiche, den die Tochtermaus damals auch hatte. Aber geliehen.
  12. 06

  13. Die zwischenzeitlich von Pflegeartikeln volle Wickelkommode ist wieder leer geräumt und endlich in Benutzung.
  14. 07

  15. Wäsche waschen ohne Ende.
  16. 08

  17. Der neue Kinderwagen muss noch zusammen gebaut werden.
  18. 09

  19. Dann mal eben am Rechner ein paar Mails nachlesen. Richtig komisch nach 1,5 Wochen wieder an Maus und Tastatur zu sitzen.
  20. 10

  21. Und die ganze Zeit gibt es Tee, Tee, Tee… Stillen soll doch gut klappen.
  22. 11