Als ich vor Weihnachten bei meiner Ma und Oma war, stolperte ich über eine Kiste voller Postkarten. Postkarten von mir, und ein paar Briefe. Als ich 1998 nach dem Abitur zu Hause auszog und 400km entfernt wohnte, schrieb ich fast jede Woche eine Postkarte an meine Ma und Oma.

Und meine Mutti hat die alle aufgehoben. 🙂

Leider hörten die regelmäßigen Karten irgendwann auf, so nach ca. 5 Jahren. Aber ab und an trudelte doch noch eine ein. Ich hab sie alle nochmal gelesen. Ach, ja. Da kamen Erinnerungen auf. Und ich konnte sehen, wie ich damals war. Anders. Wie sehr man sich doch verändern kann und es auch noch selbst bemerkt, nur anhand kurzer Postkartentexte.

Ich möchte wieder öfter eine Postkarte schicken. Nicht jede Woche, denn dafür hätte ich sicher nicht genug zu berichten, gehe ich doch heute nicht mehr jeden Tag aus dem Haus und zur Arbeit wie damals. Die Gastronomie, in der ich damals tätig war, bot massig Erzählstoff.

Es war und ist aber eine tolle Sache, dass meine Mutti alle aufhob. Und dass ich alle nochmal las. Bewegend!

0