Ich möchte endlich mal wieder ein paar Dinge festhalten. Das Nachlesen, wie es damals mit der Tochtermaus war, macht solch einen Spaß. Dazu führt man schließlich auch Tagebuch. Nur habe ich manchmal auch zu wenig aufgeschrieben. 😳

Das ist derzeit ja auf jeden Fall so. Ich komme kaum zum Schreiben. 🙁

Aber es ist oft keine Zeit und keine Kraft mehr da. Diesen Beitrag habe ich auch in mehreren Portionen verfasst, weil ich am Stück für sowas keine Zeit habe. Und abends bin ich zu müde oder arbeite.

Der Tag beginnt im Schnitt gegen 8 Uhr, mal eine Stunde früher oder später. Der kleine Kerl grunzt und hampelt neben mir im Elternbett rum und verteilt gute Laune. Je nachdem wie die Nacht war, dringt diese gleich zu mir durch oder braucht etwas länger. Dann muss die Müdigkeit erst weggelächelt werden. Morgens strahlt er einen einfach am herrlichsten an. Er guckt, bewegt sich kaum und grinst und lächelt, so dass der Spruch „Wären die Ohren nicht, würde das Lächeln rundherum gehen.“ eindeutig passt. Wir kuscheln dann ganz in Ruhe und zu zweit und albern rum.

Irgendwann stehe ich auf, befreie ihm vom dicken Schlafsack, der als Deckenersatz dient, so dass er nur noch in dem dünnen Schlafsack (Nachthemd sozusagen) etwas mehr Bewegungsfreiheit hat. Meist stelle ich ihm dann die Holzspielebrücke hin, an der er sich zu der Uhrzeit am längsten und scheinbar auch am liebsten beschäftigt. Ich flitze dann ins Bad und in die Küche. Mit frischem Stilltee und koffeinfreiem Kaffee, im Idealfall auch mit einem kleinen Frühstück, setze ich mich dann an den Rechner.

Nach einer Viertel- oder halben Stunde hört man dann, dass er mehr rumbrummt als Zeichen von Langeweile, Einsamkeit etc. Dann ziehe ich ihn an und lege ich ihn noch in den Laufstall unter das Mobile. Oftmals mache ich dann schon Musik an. „Sail“ von Awolnation mag er derzeit am liebsten. Ohne Musik würde er rummotzen.

Nach 1,5 bis 2 Stunden wach sein, muss er dann aber dringend wieder schlafen. Zum Glück erkenne ich seit einigen Wochen endlich, wenn er müde wird, bevor die Laune so schlecht ist, dass man ihn nur schlecht zum Schlafen bekommt. Entweder haben wir kurz nach dem wach werden gestillt, irgendwo in der Mitte oder kurz vorm Nickerchen. Das variiert. Feste Zeiten haben wir nicht.

Huha, ich schreibe zu ausführlich. Ich hab ja grad mal die ersten 2-3 Stunden des Tages beschrieben. 😉

Zum Nickerchen lege ich ihn in sein Gitterbettchen, welches ganz dicht am Elternbett steht. Die normalen Klamotten lasse ich ihm an, wenn er eingeschlafen ist oder kurz davor, decke ich ihn mit einer Baby-Wolldecke zu. Manchmal legt man ihn hin und geht aus dem Zimmer, er guckt ganz wach und schläft dann einfach irgendwann ein. Oftmals ist es aber nicht so einfach für ihn, dann gebe ich ihm einen Schnuller, lege eine Hand auf seinen Oberkörper oder von oben an den Kopf oder streichel sein Gesicht oder halte die Augen mit einer Hand etwas verdeckt usw. Der Schnuller wird sehr oft ausgespuckt, wonach er dann sofort schreit. Dann nimmt er ihn begierig wieder. Wieso behält er ihn nicht gleich? Tsss. 😉

Meist schläft er 45-50 Minuten. Seltener wird es 1 Stunde 10 Minuten. Mehr aber so gut wie nie. Die Laune ist danach auch wieder gut.

Je nachdem gibt es dann wieder ein Stillangebot. Zusammen spielen wir auf der Spielematte irgendwas, hören wieder Musik, machen einen Ausflug oder gucken bei Regen ganz viel und lange aus der Haustür. Draußen mag er sehr.

Diesmal hält er meist nicht so lange aus bis er maulig wird. Das kann nach einer Stunde schon mal kritisch werden. Man muss auch die Zeit, bis er endlich eingeschlafen ist, mitrechnen. Entweder lege ich ihn dann hin oder wenn er mir nicht richtig müde erscheint, hampel ich noch länger mit möglichst guter Laune rum. Nach 1,5 Stunden muss er dann aber wieder pennen. Das Einschlafen geht nun deutlich schlechter. Auch hier wird dann wieder nur 45 Minuten lang geschlafen. Manchmal schafft er 2 Stunden mittags, aber nur wenn ich neben ihm einschlafe.

Meist ist es jetzt so 13-14:30 Uhr.

Wieder spielen, hampeln, rumtreiben. Zu 15-16 Uhr versuche ich ihn dann nochmal zum Nickern zu bringen. Man merkt deutlich, dass er mindestens die drei Schläfchen braucht. Wenn das klappt, ist alles gut. Manchmal klappt aber eben dieses letzte Nickerchen nicht so richtig und später dann auch nicht mehr, weil der Tagesablauf es nicht hergibt (lange einkaufen gewesen, Zooausflug etc.). Das kann schon haarig werden, da die Laune mit steigender Wachzeit abnimmt. Da hat man manchmal ab 15/16 Uhr ein unausstehliches Baby, mit dem man froh ist, wenn die Abend-Bettgehzeit heran ist.

Abends geht es meistens auch sehr gut. Zu 18 Uhr gehe ich mit dem kleinen Kerl stillen und danach lege ich ihn hin. Selten schläft er gleich ein, mal hampelt er wach noch rum, meist weint er und braucht eine Weile… alles möglich. Wie auch den ganzen Tag über.

Wir können in den letzten Wochen fast immer in Ruhe und zusammen mit der Tochtermaus essen. Wir essen ja abends immer warm. Ganz selten muss nochmal jemand zum Babykerl gehen. Ohne diese Alltagsstruktur in den ersten 3-4 Monaten des kleinen Kerls war das ganz anders und schwer für alle. Er schlief da ja nur mit viel Glück mal 20 Minuten. Und das auch nur 1-3 Mal am Tag. Huha, wenn ich daran denke. Wie grausig.

Meistens ist dann Ruhe bis 23-1 Uhr. Mal kommt er dann von allein oder ich mache ihn ein wenig mit gedämpften Licht wach und ihn lege ihn an. Das nächste Mal kommt er zwischen 2-3 Uhr, dann wieder 4-5 Uhr… ab da werde ich vor lauter Müdigkeit nicht mehr wach genug, um richtig auf die Uhr gucken zu können. 😉 Spätestens ab 4-5 Uhr bleibt er bei mir im Bett und wir schlafen beide immer während des Stillens wieder ein. Eigentlich dumm, weil dann zum einen „alles“ wund wird und zum anderen nicht genug Milch in den kleinen Kerl kommt und er recht bald wieder wach wird. Ich kann mich aber einfach nicht wach halten. 🙁

Deswegen versuche ich auch tagsüber bei seinen Nickerchen nochmal zu schlafen. Bei den beiden 45-50 Minuten-Nickerchen habe ich keine Chance. Ich esse dann was, hänge Wäsche auf oder so und schon ist er wieder wach. Deswegen lege ich mich mittags gern mit ihm zusammen hin, weil ich Schlaf bekomme und er mehr als wenn er allein nickert. Allerdings bleibt so auch Haushalt liegen und ich hab kein Essen. 😛 Na, irgendwas ist ja immer.

Wir haben natürlich auch schlechte Nächte. Da wacht er manchmal schon gegen 20 Uhr wieder auf, dann wieder gegen 22 Uhr, halb 1 usw. Anstrengend.

So… nun hab ich mal so einen Standardtag niedergeschrieben. *freu* Was zum Erinnern.

Hier habe ich mit ihm im Elternbett unter einem großen Schlafhandtuch geschlafen. 😉

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