Irgendwie kam das Ende des Stillens ganz plötzlich. Da steht man da und denkt „Mensch, ich stille ja gar nicht mehr.“ 😯 Ein seltsames Gefühl.

Bei der Tochtermaus vor 7 Jahren hatte ich nicht viel Spaß am Stillen. Erst wollte sie nicht recht, es hieß dass Kaiserschnittkinder ohnehin etwas langsamer sind und zudem war sie schlapp, da sie gut mit Neugeborenengelbsucht zu tun hatte. Also pumpte und fütterte ich die ersten 10 Tage oder so ewig hin und her. Ein Zirkus, alle 3 Stunden oder so. Uff. Irgendwann hatten wir uns dann gut eingespielt und alles lief super. Naja, so super, nur nicht ohne Stillhütchen. Aber sonst war alles klasse. Nachts störte es mich, Still-BHs und co zu tragen. Ich mochte dieses weibliche Accessoire noch nie (und hatte es vor meiner Schwangerschaft auch nicht zwingend nötig. 😳 ). Es nervte, aber was tut man nicht alles. 😉 Das Still-Ende kam da mit einer ordentlichen Stimmbandentzündung inkl. Fieber, wo ich einfach nicht mehr genug Milch hatte und auch ein Antibiotikum nahm, dass nicht geeignet war. Also gab es 1 Woche Fläschchen von Papa. Danach quälte ich die Tochtermaus und mich mit dem Versuch, zum Stillen zurückzufinden. Erfolglos. Ein Drama. Nö, dann ließ ich es halt. Auch gut. 4 Monate voll ist immerhin was.

Der BabyKerl war von seinen ersten Lebensmomenten an ein guter Trinker. Völlig ohne Hilfsmittel wie Stillhütchen kamen wir gut klar. Auch hier dauerte es bestimmt 14 Tage bis wir eingespielt waren, dann war es aber auch gut. Abgesehen von meinen neuen Mutti-Macken: Bekommt er genug? Habe ich genug?… und ähnlicher Unsinn. 🙄 Mit 5/6 Monaten wollten wir die Beikost einführen, aber Pustekuchen. Sowas will der Herr bitte schön nicht. Was soll das denn? Also weiter mit Stillen ohne Extras. Doch alle paar Wochen starteten wir neue variierende Versuche, immer mit dem gleichen Ergebnis. Nun… „Der kleine Brocken hat an die 9/10 Kilo erreicht, er muss doch mal mehr bekommen als meine kleine Muttimilch.“ dachte. ich. Ende September / Oktober versuchten wir Kunstmilch mit zu verabreichen. Schon vorher verweigerte er immer das Fläschchen, wenn ich mal abgepumpte Muttermilch hatte. Deswegen ließ ich das Pumpen irgendwann. Doch zu dem Zeitpunkt hatten wir ein Trinklernfläschchen (mit einem ganz anderen Ausatz als die normalen Nuckelfläschchen) gekauft und siehe da: Den nahm er. Mit der Milchannahme dauerte es dann doch noch eine ganze Weile. Klar, wenn die Bar weiterhin zu Verfügung steht. 😉 Aber von Woche zu Woche wurde es besser. Inzwischen – mit 9,5 Monaten – nimmt er die Milch recht gut. Und seit 2-3 Tagen habe ich nicht mehr gestillt. Vorher schon ein paar Wochen nur nachts oder wenn er zu zappelig zum Schlafen war, kam er beim Stillen ohne nennenswerte Trinkmenge runter. Da dachte ich schon immer, dass es das doch vermissen werde. Klingt abgeschmackt, weil man es überall liest, aber ja: Diese Nähe, Ruhe miteinander. Das Gefühl ihm was zu geben, was eben kein anderer kann… Hach…

Naja… nun ist Schluß. Nach 9,5 Monaten ist gewollt, aber letztendlich doch überraschend, Schluß.

Gut ist, ich kann auch mal einen richtigen Kaffee trinken. Oder mal ein richtiges Bier. Das habe ich vorher nicht gemacht. Und ich kann, wo ich grad schnupfig bin und wer weiß wie krank ich noch werde, mal wieder richtige Tabletten einwerfen, wenn es mir dreckig geht. Das habe ich auch versucht immer zu vermeiden und manchmal geht es einem so schlecht und man darf/will dann einfach keine Bomben einwerfen, weil der BabyKerl mittrinkt.