41 Wochen Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung: Essen. Aber bitte feste Sachen und bloß keinen Brei. Iiih.
Das mag ich sehr: Auf dem Arm Aussicht haben, Musik hören, von der Schwester angehimmelt werden, im Hochstuhl sitzen und alles mitbekommen. Fotographiert werden! Sobald Mutti den kleinen Fotopirat zum Knipsen bereit hält, grinse ich wie verrückt selbst wenn ich eben noch lauthals schimpfte. Bei ganz schlechter Laune muss man mich einfach mal von der Hose (nicht der Windel) befreien und ich lache wieder, wenn ich mit den nackten Beinen strampeln kann.
Das habe ich neu gelernt: Ab und an lande ich schon mal aus der Bauchlage auf den Knien und schaukel hin und her. Aber die Hände sind dann einfach nicht beweglich, die bleiben auf der Stelle. Am besten schiebe ich mich auf dem Bauch liegend rückwärts und schimpfe ganz doll, wenn es nicht weiter geht. Dafür kann ich mich super fix umdrehen, wenn ich mit dem Kopf in die Richtung gucken will, in die eben noch die Füsse zeigten. Ich haue gern ab und zu zwei Spielzeuge gegeneinander, damit sie Geräusche machen. Am liebsten mag ich Spielzeug, dass rasselt oder klingelt, wenn ich es schüttel. Beim Essen stopfe ich unkontrolliert in mich rein. Wenn man mich füttert, zeige ich genau, ob ich schon soweit bin oder nicht. Ich kann sogar kleine Stücken mit dem…. wie nennen Ärzte das?… Pinzettengriff nehmen. Wenn es dann doch mal in die Faust rutscht, hantiere ich mit beiden Händen so rum, bis der begehrliche Bissen so praktisch liegt / klebt, dass ich ihn problemlos in den Mund stopfen kann.
Das mag ich gar nicht: Länger als 10 Minuten allein irgendwo rumliegen und wenn ich noch so viel Spielzeug habe und alle paar Minuten jemand vorbeikommt, mir was anderes gibt und mit mir spricht. Nö. Nö. Nö.

41 Wochen Leben zu viert:

Neue Erkenntnisse: Man kann sich auch weigern sitzen lernen zu wollen. Der BabyKerl streckt immer mit einer enormen Kraft die Beine aus und will stehen. Dabei könnte er mit wenig Übung gut sitzen und hätte eine ganz andere und auch spannende Aussicht.
Schreckmoment: Ganz schön fix war ich, als der kleine Kerl sich auf dem am Boden liegenden 2x2m Matratzenhimmel drehend Richtung Laminat bewegte. Rums.
Dafür fehlt die Zeit: Für alles… aber alles im Rahmen. Ich bin einfach zu beschäftigt mit zu vielen Dingen für einen einzigen Menschen. 🙂
Das war blöd: Och, in den letzten Wochen war bestimmt so manches doof. Unruhige Nächte, superschlechte Laune beim Baby, Rückenweh usw. Da ich aber alles verdrängt habe bzw. mich im Detail nicht erinnere, war es wohl nicht soooo schlimm. 😉
Nächte/Schlaf: Wie immer. Gute Nacht heißt es gegen 18/19 Uhr, was meist ganz einfach und gut geht. Wie die Nickerchen tagsüber. Hinlegen, manchmel ruft er nochmal, meist dreht er sich aber zur Seite und will wirklich schlafen. Mit Glück ruft er erst wieder gegen Mitternacht/1 Uhr. Mit Pech schon mal um 20/21 Uhr. Nach Mitternacht wieder gegen 2/3 Uhr, wieder gegen 4/5/6 Uhr, je nachdem nochmal gegen 7/9 Uhr. Die letzten 4 Tage hat er mich morgens erst gegen 8:30/9Uhr geweckt.
Sorgen: Die Tochtermaus hat eine Art der Neurodermitis, aber nicht mit wunder Haut an Handgelenken, sondern eher so Richtung wunde Stellen wenn sie kratzt oder Streß hat. Sie war übersät mit aufgekratzten Stellen im Herbst/Winter. Achje… Wir waren oft beim Arzt, behandelten länger mit diversen Sachen und sind nun langsam bei „es ist fast weg“. Sie hat einfach zu viel erlebt in den letzten Monaten, denke ich. Seit Sommer 2013 (Umzug, Schwangerschaft, Schule, Bruder, Uroma gestorben (1. Begegnung mit dem Tod für sie)) war nie mal ein halbes Jahr „Ruhe“.
Geshoppt: Oha… Kleinigkeiten: Trinklernbecher, Kinderwagenspielkette, Unmengen Tochterzeugs: Herausragendes Teil: CD-Player mit 100 Möglichkeiten (MC, CD, USB…)
Der glücklichste Moment: Jeden Tag ganz viele. Irgendwie eine doofe Frage.
Darauf freuen wir uns: Auf alles, was vor uns liegt. Jedes Lächeln, jeder glückliche Moment… Haha… Sorry, passt grad so zur Frage davor.
Das macht Mama glücklich: Wenn es uns gut geht. Mir geht es gut, wenn ich ab und an ein wenig Zeit für mich habe. Bücher lesen, Filme gucken, Internet besuchen, Musik hören kann… das reicht mir schon, wenn das jeden Tag ein bißchen geht. Absolut glücklich bin ich, wenn wir alle vier zusammen irgendwas machen und wenn es in der Küche so ist, dass der Kerl kocht (seine Leidenschaft), der BabyKerl gute Laune beim Essen oder Rumwundern im Hochstuhl hat während ich ihn betüdel und die Tochtemaus was malt oder so. Das reicht schon. Alle zusammen macht mich glücklich. Immer wieder. Und ich denke immer wieder, dass das so ist, weil ich keinen Vater hatte.

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