Das Licht von Atlantis von Marion Zimmer Bradley

Autor: Zimmer Bradley, Marion
Titel: Licht von Atlantis
Band: 1
Reihe: Avalon
Verlag: Lübbe
Einband: Taschenbuch
Preis: ? Euro

Avalon-Reihe (chronologisch):
01 – Das Licht von Atlantis
02 – Die Ahnen von Avalon
03 – Die Hüterin von Avalon
04 – Die Wälder von Albion
05 – Die Herrin von Avalon
06 – Die Priesterin von Avalon
07 – Die Nebel von Avalon

Zum Inhalt von Band 1:
Die Schwestern Deoris und Domaris leben im Alten Reich und dienen im Tempel des Lichts. Doch die Kräfte der Finsternis, die Schwarzmäntel, bedrohen das Leben der Priester und Priesterinnen. Micon, ein Prinz von Atlantis, kommt in ihre Lande und bringt vor allen Dingen Domaris Leben sehr durcheinander. Sie lebt ein zufriedenes und durchgeplantes Leben und dachte nicht im Traum daran, dass sich irgendetwas ändern könnte. Der Prinz wurde von der Schwarzen Sekte gefoltert als sie ihm seine Macht und Fähigkeiten zu entreißen drohten. Riveda ist ein undurchsichtiger Magier und Heiler im Alten Reich, dessen großes Interesse Deoris betrifft. In ihrer jungen Unschuld und Unwissenheit sucht sie ihren Weg.

Meine Meinung:
Vor Jahren habe ich das Buch schon einmal gelesen und fand es recht mittelmäßig. Beim jetzigen Lesen war ich recht angetan von der Stimmung, die Frau Zimmer Bradley allzu oft mit ihren Büchern verbreitet.
Domaris wirkt schnell symphathisch und gut, ehrlich. Deoris hingegen ist so oft, nahezu das ganze Buch hindurch, nur unsicher und jammerig wie ein kleines Kind. Micon wirkt sehr stark und eindrucksvoll. Väterlich und wie ein Fels in der Brandung steht Rajasta an oberster Stelle der Charaktere und stellt eine Verbindung zu allen dar.
Ich war erneut (da ich mich nicht mehr recht erinnern konnte) sehr gespannt auf das Buch, besonders auf Atlantis. Gern hätte ich mehr über dieses Land und seine Bewohner erfahren, aber da bleibt der Leser leider in sehr oberflächlichen Beschreibungen zum Ende der Geschichte hin allein gelassen. Die Welt um Deoris und Domaris ist voller Verbote und Gesetze, über dem Ganzen steht immer die Heiligkeit. Vieles ist mit Ritualen und Handlungen schnell in und außer Gefahr gebracht. Wie in vielen von Zimmer Bradley Welten und Geschichten sind die Frauen oft das benutzte Geschlecht, welches schnell im Ansehen und der Anerkennung der Gesellschaft abstürzen kann. Nicht anerkannte Kinder, keine Rechte auf Behandlung in lebensgefährlichen Situationen usw. Das finde ich oft ziemlich krass gedacht, zieht sich aber einfach durch ihre Literatur wie ein roter Faden.
Das Buch spielt über mehrere Jahre und war in meinen Augen nie wirklich langatmig. Immer wieder hoffte ich, dass dieser jenes tut und ein anderes dieses läßt, was es spannend bis zuletzt macht.
Auf aufregendsten fand ich all die Namen und Verwandt- und Bekanntschaftsgrade, denn ich suchte immer nach Zeichen für die Bücher, die (zeitlich) nach diesem kommen.

Wertung: (5 Leselampen = sehr gut / 1 Leselampe = sehr schlecht)
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